Nachfolgend eine kurze Beschreibung unseres Vereins. Der Text wurde dem Vereinsporträt der Schrobenhausener-Zeitung entnommen:
Stoagriffer Originale · bei dem Namen könnte man annehmen, es handle sich nur um Leute, die in Steingriff wohnen, hier geboren sind und sich dort auch begraben lassen wollen. Doch weit gefehlt: Hinter dem Namen des Brauchtumspflegevereins, der nun bald seinen zehnten Gründungstag feiert, verbirgt sich mehr als nur das Augenscheinliche.
Es handele sich um einen Verein, der für alle offen ist, erklärt der ehemalige Vorsitzende Michael Dallmeier. Tatsächlich stammen inzwischen schon viele Mitglieder aus der näheren Umgebung wie Hohenwart oder Weichenried. Das am weitesten entfernt wohnende Stoagriffer Original kommt gar aus Hannover: Durch die Bundeswehr war er in die Umgebung gekommen und verstand sich mit den Mitgliedern so gut, dass er gleich dem Verein beitrat.
Kassier Martin Edelmann beschreibt mit einem Augenzwinkern den Verein als “Burschenverein, in dem auch Mädels dabei sein dürfen.” Später ergänzt er, dass es bei ihnen natürlich viel ungezwungener zugeht: “Bei uns muss man ja nicht austreten, wenn man über 30 ist oder geheiratet hat.” In der Tat sind die Mitglieder nicht nur vom Herkunftsort breit gefächert, denn die 90 Mitglieder decken auch ein Altersspektrum von zehn bis 63 Jahren ab.
Gründungsdatum war der 5. Mai 1995. Die Organisatoren stellten beim Jaudusfeuer fest, dass es besser fürs Einreichen von Anträgen bei der Stadt wäre, wenn ein Verein dahinter stünde. “Die Leute von unserer Hütte hatten ja vorher schon einiges gemacht, aber dann haben wir uns entschlossen dem Kind einen Namen zu gegeben”, erinnert sich Hubert Schwarzbauer, Mitglied der ersten Stunde. Vor allem sei es stets Ziel gewesen, die Dorfgemeinschaft wieder zu bestärken, durch das nahe Schrobenhausen bestand die Gefahr, “dass sich die Leute zerlaufen”, so Edelmann.
Mit 20 Leuten begann der Verein, gemäß den Anfängen kümmerten sich die Mitglieder um das Jaudusfeuer, veranstaltete Rockpartys, war bei Faschingsumzügen dabei und hob das Dorffest mit Hüpfburg und Kuhroulette aus der Taufe. Anfangs gab es dabei noch Reibereien. “Es wurde behauptet, mit Partys wollten wir nur abzocken”, so Edelmann. Darum ging es natürlich nicht und die Stoagriffer unterstützten finanziell den Spielplatz, die Dorfkirche oder ein Feldkreuz. Das Beschaffen und Aufstellen des Maibaums haben sie sich zur Aufgabe gemacht. Auch am Maibaumtanzen beteiligen sich Mitglieder.
Eine regelrechte Innovation stellt der Waldnikolaus dar. Für die Kleinen bemühte sich ein Nikolaus, der idyllisch aus dem Wald mit einer Kutsche eintraf. Mit Lagerfeuer, Glühwein für die Eltern und Geschenke für die Kinder förderte der Verein das Gemeinschaftsgefühl. “Vor allem hatten wir die Idee schon bevor das durch Kaufhäuser so kommerzialisiert wurde, wie das heute ist. Für alle Kosten kam natürlich der Verein auf.”